michael stein ist tot.
den meisten wird das jetzt nichts sagen. wer sich jedoch ein bißchen für die berliner lesebühnen interessiert, wird ihn irgendwann sicher einmal erlebt haben – und dass das dann tatsächlich ein erlebnis war, dafür möcht ich meine hand ins feuer legen.
ich hab ihn nicht persönlich gekannt, nur oft erlebt, möchte mir daher gar nicht anmaßen, mehr über ihn zu schreiben. das können andere besser und haben es auch getan. sehr traurige, jedoch ebenso gute texte zum tod von michael stein finden sich hier:
nachruf von bov bjerg
robert weber zum tod von michael stein
falko hennigs nachruf in der berliner zeitung
volker strübing, „lieber michael,“
nachtrag: eine sache habe ich noch vergessen. bov bjerg schreibt: „Ich glaube, er war bei den Kollegen beliebter als im Publikum.“
ich war publikum. ich mochte ihn. ich glaube, ich mochte ihn besonders, weil ich das gefühl hatte, dass es ihm egal war, ob er gemocht wurde.
* zitat von stein. ich habe die überschrift bei volker geklaut, weil das zitat meiner lieblingsstory von stein entstammt.
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Mit 51 schon gestorben? Das ist hart.
55, soweit ich weiß. was nichts ändert.